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Von der Römerzeit bis zur Dom-Orgelweihe 2011


bistumsgeschichteHans Ammerich legt eine neue Geschichte des Bistums Speyer vor.

Es ist eine besondere Festgabe zum 950-jährigen Weihejubiläum des Speyerer Domes:Kompakt, reich bebildert, gut verständlich auch für eine breite Öffentlichkeit liegt jetzt die neue Speyerer Bistumsgeschichte aus der Feder von Professor Dr. Hans Ammerich vor. Mehr als 1600 Jahre pfälzische, saarpfälzische und zum Teil auch badische Kirchengeschichte - von der ersten Erwähnung eines Speyerer Bischofs in der Römerzeit bis zur Dom-Orgelweihe im September 2011 - lässt der Leiter des Speyerer Bistumsarchivs auf 352 Seiten noch einmal lebendig werden.

„In den Tagen des Umbruchs, wie wir sie gerade erleben, hin- und hergerissen zwischen Wehmut über Vergangenes und Neugier auf die Zukunft, in die Gott seine Kirche führen will, ist es gut, sich dieser wechselvollen Geschichte des Bistums und seiner Kathedrale noch einmal zu vergewissern“, schreibt Generalvikar Dr. Franz Jung im Vorwort. Die neu erschienene Bistumsgeschichte vermittle einen Überblick über „die vielen Herausforderungen, vor die sich die Hirten wie die Gläubigen über Jahrhunderte hinweg gestellt sahen“.

In der Tat ergaben sich im Lauf von mehr als sechzehn Jahrhunderten immer wieder völlig neue politische und kirchenpolitische Konstellationen. Dies gilt nicht nur für die großen historischen Einschnitte, erinnert sei nur das Ende des Römischen Reiches, die Reformation, die Französische Revolution oder die Hitler-Diktatur. Die am deutlichsten sichtbare Veränderung betraf die territoriale Gliederung des Diözesangebiets. Bis zu den Umwälzungen der Napoleonischen Epoche lag der größte Teil des Bistums rechts des Rheins. Nach dem Untergang des alten Fürstbistums Speyer entstand 1817/21 die heutige Diözese Speyer auf dem Gebiet des Bayerischen Rheinkreises, der heutigen Rhein- und Saarpfalz. Pfarreien, die zuvor zu den Bistümern Speyer, Worms, Mainz, Metz und Straßburg gehört hatten, bildeten die neue Diözese. Die früheren rechtsrheinischen Gebiete wurden dem Erzbistum Freiburg zugeordnet. Gilt Ammerichs Interesse vorwiegend dem heutigen Bistumsgebiet, so werden auch rechtsrheinische Orte berücksichtigt, die wie Hirsau, Herrenalb, Maulbronn, Philippsburg, Bruchsal und Waghäusel von herausragender historischer Bedeutung waren.

Beim Gang durch die Jahrhunderte wird der Fokus besonders auf den Dom gerückt, den der Autor als „geistiges und geistliches Zentrum“ der Diözese und eine der „Konstanten“ der Bistumsgeschichte beschreibt. Besondere Schwerpunkte bilden dabei die Salierzeit, die Zerstörungen im 17. und 18. Jahrhundert, die baulichen Veränderungen und Restaurierungen in den vergangenen 200 Jahren, aber auch die Marienverehrung, die durch das Gnadenbild der Kathedrale entscheidende Impulse im Bistum Speyer erhielt.

Hilfreich vor allem für Nichthistoriker sind die Begriffserklärungen, die Ammerich - farblich abgesetzt - in seine Darstellung einfügt. So wird unter anderem erläutert, welche Aufgaben Ministeriale im Frühmittelalter hatten, was ein Archidiakonat war und was es mit einem Simultaneum auf sich hat. Auch Persönlichkeiten wie Pater Ingbert Naab oder Edith Stein werden eigens hervorgehoben. Wer sich intensiver mit einer Epoche beschäftigen möchte, findet am Ende jedes Kapitels die entsprechende regionalgeschichtliche Literatur.

Abgerundet wird die Bistumsgeschichte durch einen ausführlichen, äußerst informativen Anhang. Neben Zeittafeln zur Geschichte von Bistum und Dom, einer Bischofsliste, Biogrammen der Bischöfe und Weihbischöfe des neuen Bistums Speyer sowie einer Übersicht über Wallfahrtsstätten und Pilgerwege finden die Leser Angaben zur Pfarrorganisation (um 1470, 1833, 1851, 2015). Angesichts der 2011 beschlossenen Neuordnung, die 2015 in Kraft treten wird, werden diese Informationen sicher auf großes Interesse stoßen, zeigen sie doch, wie stark sich im Laufe der Geschichte auch in diesem Bereich immer wieder Veränderungen ergaben.

Buchtipp: Hans Ammerich, Das Bistum Speyer von der Römerzeit bis zur Gegenwart (Schriften des Diözesan-Archivs Speyer, Band 42), Pilger Verlag Annweiler 2011, ISBN 978-3-942133-51-7, 352 Seiten, fester Einband, Fadenheftung, über 150 Fotos, Abbildungen und Karten, 19,80 Euro

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„Das Leben Jesu im Zeugnis des Bildes“

Ausstellung mittelalterlicher Handschriften-Faksimiles - in Himmerod

himmerod_1 kleinDie zur Betrachtung ausgelegten Handschriften-Faksimiles sind vorwiegend frühmittelalter-lich ostkirchlicher und abendländischer Herkunft (6. bis frühes 13. Jh.) und veranschaulichen bildhaft einzelne Stationen des Lebens Jesu. Ihre Darstellung darf als Spiegel der frühkirch-lichen Glaubensüberlieferung verstanden werden:
Jede von ihnen ist Zeugnis theologischer Vertiefung in die Offenbarung Jesu, voll der Glaubensfreude, erfüllt von der Hoffnung, die aus dem lebendigen Bekenntnis Jesu als des Sohnes Gottes und aus seiner Auferstehung erwächst, jede von ihnen einzigartig - in künstlerischer Schönheit, in ihrer Farbenfreude, im Leuchten des Goldschmucks oder der großflächigen Goldhintergründe, die ein Heilig-Jenseitiges in den Bildern andeuten.
Die in ihnen „Bild“ werdenden „Mysterien des Lebens Jesu" sind mehr als bloßes Anschauungsmaterial theologischer Glaubensaussagen; in ihnen wird unüberbietbar und endgültig offenbar, daß das Menschliche für das Göttliche transparent und die Inkarnation des Göttlichen im Menschlichen möglich ist. In den einzelnen Mysterien des irdischen Lebens Jesu offenbart sich das Mysterium Gottes, aber auch des Menschen und seiner Geschichte.

 
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"Gottes Tempel seid Ihr"

Impressionen vom 76. Katholikentag des Bistums in Speyer

(19. Juni 2011)

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Speyer (21.06.2011).

Mittelalterliche Handschriften, deren Bildkraft sich auch der heutige Betrachter nicht entziehen kann, sind bis zum 31. August in der Krypta des Speyerer Doms zu sehen. Aus Anlass des 950-jährigen Weihejubiläums der romanischen Kathedrale zeigt die Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars Speyer Faksimiles - originalgetreue Nachdrucke - kostbarer Werke aus der Zeit von 800 bis 1300. Die 45 Exponate stammen aus der Sammlung Rathofer in der Bibliothek des Priesterseminars.

"Die Handschriften können starke Anstöße geben, Grundwahrheiten des christlichen Glaubens wieder neu zu entdecken", erläutert Schwester Maria Caritas Kreuzer, die die Ausstellung konzipiert hat. Passend zum Anlass hat sie Werke ausgewählt, die in Bezug zum Thema "Kirchweihe" stehen. So illustrieren die Handschriften Texte aus dem Alten und Neuen Testament, die für die Liturgie des Kirchweihfests vorgesehen sind: Jakobs Traum von der Himmelsleiter und die Weihe des Altars, die Vision des himmlischen Jerusalem in der  Offenbarung des Johannes sowie die Erzählung vom Zöllner Zachäus.

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Ausstellung mittelalterlicher Handschriften

In der Bibliothek der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen, Frankfurt am Main, werden vom 15. April bis zum 19. Juni 2011 mittelalterliche Handschriften als Faksimilia ausgestellt, welche die Botschaft des Psalters im Zeugnis des Bildes veranschaulichen.

Damit wird ein Grundanliegen einer Vorlesung über die Stundenliturgie aufgegriffen, die an der Hochschule im Sommersemester parallel zur Ausstellung gehalten wird. Der Psalter wurde von der Kirche als ein prophetisches, im Christusereignis erfülltes Buch verstanden, das den Christen tiefer in das Leben aus dem Glauben und in die Feier der Liturgie einzuführen vermag.

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