
"Zwischen Schrecken und Trost"
Bilder der Apokalypse aus mittelalterlichen Handschriften
Begleitbuch zu einer Ausstellung von Faksimiles aus der Sammlung Rathofer
in der Bibliothek des Priesterseminars St. German, Speyer. - Köln: Patrist. Zentrum Koinonia - Oriens, 2006
ISBN 3-936835-41-1 ; 978-3-936835-41-0
Im alltäglichen Sprachgebrauch ist "Apokalypse" zum Synonym für Weltuntergangsszenarien, Naturkatastrophen und unvorstellbare Grausamkeiten geworden. Tatsächlich enthält das letzte Buch der Bibel, die Johannes-Apokalypse, zahlreiche Schreckensbilder. Und doch sind diese Bilder des Grauens nur eine Dimension in der Offenbarung des Johannes. Der Seher setzt den Bildern des Schreckens Bilder des Heils entgegen: dem Chaos die göttliche Ordnung, dem Untergang der Welt die neue Schöpfung und das neue Jerusalem, die Stadt Gottes. So wird die Apoklalypse zum Trostbuch der Christen.
Die Weitergabe der Texte brachte im Mittelalter kunstvoll illustrierte Handschriften hervor. Was Johannes an Bildern des Heils und Unheils schaute, haben Jahrhunderte später Künstler kongenial in Miniaturen umgesetzt. Sie ließen eine eigenständige, reich illustrierte Buchgattung entstehen.
Der Begleitband zur Ausstellung, die von 2006 bis 2007 an verschiedenen Orten des Bistums Speyer und außerhalb präsentiert wurde, kommentiert mit Texten von Sr. Maria Caritas und Generalvikar Dr. Franz Jung die Offenbarung des Johannes anhand einer Auswahl illustrierter Apokalypsen von 800 bis 1340 als Faksimiles.


