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Benutzungsordnung für die Bibliothek St. German, Speyer

§1.     Allgemeines

Die Bibliothek St. German ist die Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars St. German und dient zugleich als Diözesanbibliothek des Bistums Speyer. Sie ist eine öffentliche, theologisch-wissenschaftliche Bibliothek und dient der Verkündigung, der Forschung, der Lehre und dem Studium sowie der beruflichen und allgemeinen Bildung.

§2      Aufgaben der Bibliothek

Die Bibliothek sammelt Literatur zur Christlichen Theologie und deren angrenzenden Gebieten, erschließt sie nach formalen und inhaltlichen Kriterien und stellt sie für die Nutzung bereit.

§3      Rechtsgrundlage der Benutzung

Die Benutzung der Bibliothek erfolgt auf privatrechtlicher Grundlage.

§4      Zulassung zur Benutzung

1.         Zur Nutzung der Bibliothek wird jedermann auf Antrag zugelassen. Mit der Anmeldung erkennt der Benutzer die Benutzungsordnung der Bibliothek an. Personen unter 16 Jahren bedürfen der schriftlichen Einverständniserklärung und der Bürgschaft des/ der Erziehungsberechtigten unter Anerkennung dieser Nutzungsordnung. Die Anmeldung muss persönlich erfolgen.

2.         Die Bibliothek ist berechtigt, für interne Zwecke personenbezogene Daten eines Entleihers zu erheben und elektronisch zu speichern. Die Angabe der Daten ist Voraussetzung für die Zulassung. Namens- und Adressenänderungen sind der Bibliothek umgehend mitzuteilen. Angaben über personenbezogene Benutzerdaten und Entleihungen unterliegen dem Datenschutz.

§5      Benutzung

1.         Die Benutzung der Bibliothek ist gebührenfrei. Sie erfolgt auf eigene Gefahr.

2.         Die Benutzung kann erfolgen
-           in den Räumen der Bibliothek,
-           über die Ortsleihe,
-           im Rahmen des Leihverkehrs der Bibliotheken.

3.         Die Öffnungszeiten der Bibliothek werden per Aushang bekanntgegeben. Die Bibliothek kann ihre regulären Öffnungszeiten aus zwingenden Gründen ändern.

4.         In der Bibliothek vorhandene Werke können in der Regel zur Benutzung außerhalb der Bibliothek entliehen werden. Ausgenommen hiervon sind insbesondere

-           Drucke von besonderem Wert und hohem Alter sowie Drucke in schlechtem Erhaltungszustand,
-           Handschriften,
-           maschinenschriftliche Veröffentlichungen und
-           als Präsenzbestand gekennzeichnete Werke.

Diese Werke dürfen nur in den Räumen der Bibliothek benutzt werden. Ungebundene Zeitschriften werden nur für die hausinterne Benutzung kurzfristig ausgeliehen. Ausnahmen in besonderen Fällen bedürfen der Genehmigung.

5.         Die elektronische Verbuchung der Ausleihe wird ausdrücklich als Leihbeleg anerkannt. Auf Wunsch wird jedem Leihvorgang ein aktueller Ausdruck des Kontostandes beigefügt.

6.         Die Leihfrist beträgt vier Wochen. Sie kann auf Antrag zweimal jedoch frühestens eine Woche vor Ablauf der Leihfrist um jeweils vier Wochen widerruflich verlängert werden, sofern keine Vormerkung eines anderen Benutzers erfolgt.

7.         Der Entleiher haftet für die entliehenen Werke. Eine Weitergabe an Dritte außerhalb der Ordnung des Deutschen Leihverkehrs ist nicht zulässig. Bei Beschädigung, Einbehaltung oder Verlust des Leihgutes ist der Entleiher der Bibliothek zum Schadensersatz in Höhe des Wiederbeschaffungswertes verpflichtet. Erfüllungsort ist Speyer

8.         Ist die Leihfrist überschritten, wird die Rückgabe angemahnt. Aufforderungen zur Rückgabe gelten auch dann als zugestellt, wenn sie an die letzte vom Entleiher mitgeteilte Anschrift abgesendet wurden und als unzustellbar zurückkommen. Die Höhe der Mahngebühren regelt die Gebührenordnung der Bibliothek.

9.         Nach der vierten, erfolglosen Mahnung kann ein Benutzer bis zur Rückgabe aller entliehenen Werke oder bis zu deren vollständigen Ersatz von der Ausleihe, in schwer-wiegenden Fällen auch von der Benutzung der Bibliothek ausgeschlossen werden.

10.       Ist das Limit der Mahngebühren erreicht, kann ein Benutzer bis zur Bezahlung der Mahngebühren von der Ausleihe ausgeschlossen werden. Das Mahngebührlimit bestimmt die Gebührenordnung.

11.       Nicht in der Bibliothek oder in einer anderen Bibliothek am Ort vorhandene Literatur kann über den Kirchlichen Leihverkehr, den Deutschen oder den Internationalen Leihverkehr vermittelt werden. Die Gebühren für diese Fernleihe trägt der Benutzer, ihre Höhe regelt die Gebührenordnung der Bibliothek.

13.       Für auswärtige Benutzer ist ein Buchversand gegen Kostenerstattung möglich. Der Besteller haftet ab dem Zeitpunkt des Versandes für die ordnungsgemäße Rückgabe der Werke. Die Gebühren für den Postversand regelt die Gebührenordnung der Bibliothek.

§6      Internet und Urheberrecht

1.         Sofern auf den Arbeitsplätzen ein Internetzugang eingerichtet ist, kann dieser im Rahmen der Aufgaben und Ziele der Bibliothek benutzt werden. Eine weitergehende Nutzung, insbesondere der Download oder Versand von Daten, deren Inhalt rechtswidrig und/oder beleidigendist, gegen die guten Sitten verstößt oder gewerblichen Zwecken dient, ist untersagt.

2.         Die Bibliothek übernimmt keinerlei Haftung für den möglichen Missbrauch des Internetzugangs.

3.         Bei der Nutzung von Texten, Bildern und insbesondere digitalen Medien ist das geltende Urheberrecht zu beachten.

§7      Inkrafttreten

Diese Ordnung tritt am Tage Ihrer Unterzeichnung in Kraft. Sollte eine Bestimmung dieser Nutzungsordnung unwirksam sein, so wird die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen hiervon nicht berührt.

Speyer, den 1. September 2016

   Markus Magin, Regens

 

 


Gebührenordnung für die Bibliothek St. German, Speyer

§1      Fernleihe

Für jede Bestellung über den Leihverkehr der Bibliotheken wird ein Unkostenbeitrag von 1,50 € erhoben. Die Kosten für eine Bestellung im Rahmen des Internationalen Leihverkehrs werden im Einzelfall ermittelt.

§2      Buchversand

Die Gebühren für den Buchversand an auswärtige Kunden dienen der Kostenerstattung für den Postversand. Sie ergeben sich aus dem jeweiligen Aufwand. Die Versendungsart liegt im Ermessen der Bibliothek.

§3      Inkrafttreten

Diese Ordnung tritt am Tage Ihrer Unterzeichnung in Kraft. Sollte eine Bestimmung dieser Nutzungsordnung unwirksam sein, so wird die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen hiervon nicht berührt.

Speyer, den 1. Juli 2004

   Dr. Herbert Pohl