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Sammlungen

Bücher erzählen Geschichten, und Bücher machen und haben eine Geschichte. Sie teilen das Schicksal ihrer Verfasser und oft auch das ihrer Besitzer: Sie werden geliebt und gehegt, bekämpft und vernichtet, zitiert oder totgeschwiegen, geraubt oder über Generationen weitergegeben. Oft sind sie weit gereist. Es scheint fast die Regel zu sein, dass historische Bibliotheken nur verstreut und nicht als Ganzes überleben. Die Bibliothek St. German gibt davon Zeugnis. In ihrem Bestand lassen sich Werke von mehr als 300 historischen Persönlichkeiten und 150 Klosterbibliotheken nachweisen, sei es durch handschriftliche Notizen und Besitzvermerke oder durch eingeklebte Exlibris.
Darunter finden sich hochrangige Geistliche wie Damian Hugo von Lehrbach, Gelehrte wie Goethes Freund Johann Friedrich Heinrich Schlosser oder Ninian Wincet, der Beichtvater Maria Stuarts, und "Schneewittchens Stiefmutter" Claudia Elisabeth von Erthal. Dem Kölner Germanisten Professor Dr. Johannes Rathofer verdankt die Bibliothek einen besonderen Schatz, nämlich eine der weltweit umfassendsten, privaten Faksimilesammlungen.